Kommunales Abwasser
Nach biologischer Behandlung und je nach Risiko zusätzlicher Filtration und Desinfektion kann Wasser für Bewässerung oder Prozesse nutzbar werden.
Quelle nahe am Bedarf prüfenWasser · Wirtschaft · Zukunft
Wasser steckt in unseren Lebensmitteln, Materialien und Lieferketten. Wir zeigen, wo es gebraucht wird, wie es in den Kreislauf zurückkehren kann und welche Infrastruktur dafür nötig ist.
Eine Initiative von BLOXXER und Save the World Solution
01 / Was die Zahlen zeigen
Von der Ernte über die Verarbeitung bis zum Produktionsstandort: Wasser ist eine Voraussetzung, die wir am fertigen Produkt selten sehen.
2023 entfielen nach FAO-Angaben 72 % der weltweiten Süßwasserentnahmen auf die Landwirtschaft, 15 % auf die Industrie und 13 % auf Dienstleistungen. Entnahmen sind ein anderer Messwert als der unten gezeigte Wasserfußabdruck der Feldfrüchte. [1]
Konkreter: Auf Feldern wird bewässert, in Kraftwerken wird gekühlt, und in Fabriken wird Wasser als Prozessmedium, zur Reinigung und in Stoffkreisläufen gebraucht. Die UNESCO schätzt die Energieproduktion auf 10–15 % der weltweiten Wasserentnahmen; diese Querschnittszahl überschneidet sich mit den FAO-Sektoren und darf nicht auf 72/15/13 addiert werden. [12]
Weltweite Süßwasserentnahmen, 2023 · Quelle: FAO. Abweichende Maße wie Wasserkonsum, Niederschlag und Abwassermenge lassen sich daraus nicht direkt ableiten.
02 / Was auf dem Feld wächst
Nach gesamtem globalem Wasserfußabdruck lagen Weizen, Reis und Mais in einer viel zitierten Forschungsrechnung vorn. Sie umfasst Regenwasser, verbrauchtes Oberflächen- und Grundwasser sowie einen rechnerischen Verschmutzungsanteil. Die Daten beschreiben 1996–2005 und sind keine aktuellen Entnahmen oder alleiniger Bedarf an aufbereitetem Wasser. [2]
Für die Frage nach Bewässerungswasser ist der blaue Anteil entscheidender: Weizen 204 und Reis 202 Mrd. m³/Jahr in derselben historischen Rechnung. Ihr grüner Anteil stammt aus Niederschlag und ist nicht einfach durch Anlagen zu ersetzen. [2]
03 / Das Wasser passend machen
Der sinnvolle Weg beginnt bei der Quelle, der Entfernung zum Verbrauchsort und der geforderten Qualität. Aufbereitung spart nicht automatisch Wasser; Energie, Salzgehalt, Schadstoffe, Transport und lokale Rechte gehören in jede Planung.
Nach biologischer Behandlung und je nach Risiko zusätzlicher Filtration und Desinfektion kann Wasser für Bewässerung oder Prozesse nutzbar werden.
Quelle nahe am Bedarf prüfenEntsalzung kann Wasser bereitstellen, benötigt aber Energie und ein verantwortliches Management der Sole. Gerade bei Binnenstandorten sind Transportkosten wichtig.
Salzgehalt und Energie prüfenWerkinterne Kreisläufe können neue Entnahmen senken. Die Technik richtet sich nach der konkreten Belastung und den Qualitätsanforderungen des nächsten Prozessschritts.
Stoffstrom zuerst messenEin greifbarer Maßstab: Die EU-Verordnung 2020/741 unterscheidet für aufbereitetes Wasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung die Klassen A bis D. Klasse A deckt auch roh verzehrte Pflanzen bei Kontakt des essbaren Teils ab; für verarbeitete Nahrung und Futter kommen unter Bedingungen B oder C in Betracht, für bestimmte Industriepflanzen D. Die Einordnung hängt vom Bewässerungsverfahren und der Risikoprüfung ab; diese EU-Regeln sind kein weltweit einheitlicher Standard. [3]
Aus gebrauchtem Wasser
wird eine neue Ressource.
04 / Infrastruktur & Kapital
Es gibt keine einheitliche Weltzahl fehlender Anlagen. Ein Kanalnetz, eine Kläranlage, eine Aufbereitungsstufe und eine Leitung zum Feld lösen verschiedene Aufgaben. Diese drei öffentlich dokumentierten Beispiele haben bewusst unterschiedliche Messgrenzen.
72.368 Millionen Liter kommunales Abwasser pro Tag standen 31.841 MLD installierter Behandlungskapazität gegenüber. [4]
Rechnung: 40.527 ÷ 100 MLD = 405,27, auf ganze Einheiten aufgerundet; Modellkosten = Kapazitätslücke ÷ 100 × frei gewählte Kostenannahme. Keine Projektliste, keine aktuelle Bestandsaufnahme und kein amtlicher Investitionsbedarf. Netze, Grundstücke, Betrieb und Wiederverwendungsstufen sind nicht eingepreist. Die Kostenannahme ist frei veränderbar; reale Projekte sind kaum direkt vergleichbar. [5]
7,5 Mrd. US-$ für die Verbesserung des Abwassermanagements. Das ist ein Länderbedarf mit anderer Methodik als das Indien-Modell. [6]
630,1 Mrd. US-$ für ein breites Spektrum öffentlicher Abwasser-, Kanal-, Regenwasser- und weiterer Maßnahmen; darin 7,7 Mrd. US-$ speziell für Wasserwiederverwendung. Nicht nur neue Anlagen. [7]
370 Mio. US-$ genehmigte Finanzierung für ein Programm zur Verbesserung von Sanitär- und Abfallwirtschaft. Ein konkreter Programmbetrag, keine Schätzung der gesamten Lücke. [8]
Gerundete Euro-Umrechnung der US-Dollar-Beträge mit EZB-Referenzkurs vom 09.10.2026: 1 € = 1,1206 US-$. [9] Die Werte sind weder addierbar noch unmittelbar vergleichbar.
Die Zusammenarbeit
Save the World Solution richtet den Blick zum Start auf Wasser. BLOXXER möchte mit Partnern die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und 169 Unterziele aufarbeiten, Projekte von NGOs nachvollziehbar einordnen und transparent machen, wofür Mittel eingesetzt werden und was belegt erreicht wurde. Das ist ein Vorhaben, noch kein bestehendes NGO-Rating. [11]
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Quellen & Methodik
Zahlenstand: 09.10.2026. Links geprüft: 10.10.2026. Historische Zahlen und Szenarien sind jeweils gekennzeichnet.